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Fragen an den Ernährungsexperten

Die Mischung macht´s

Der Dipl. Oecotrophologe und ausgebildete Koch Eberhard Braun versteht es, gesundes Essen mit allen Sinnesfreuden des modernen Kochens zu verbinden. Er berät Sterneköche, arbeitet als Show- und Eventkoch und betreibt unter anderem einen Blog im Auftrag des Gesundheits-Ministeriums von Baden-Württemberg (www.schmeck-den-sueden.de).

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Blutgerinnung und Ernährung?
Die Blutgerinnung ist ein natürlicher Vorgang, für den der Körper bestimmte Eiweißstoffe benötigt. Diese werden in der Leber mit Hilfe von Vitamin K gebildet, welches wiederum vorwiegend über die Nahrung aufgenommen wird. Eine große Gruppe gerinnungshemmender Medikamente blockiert ganz gezielt die Wirkung von Vitamin K im Körper. Dadurch wird das Blut dünner. Wenn Menschen, die diese Gerinnungshemmer einnehmen, gleichzeitig große Mengen an Vitamin K zu sich nehmen, kann die Wirkung der Medikamente eingeschränkt sein.

„Wer möglichst ausgewogen isst und Extreme vermeidet, ist auf der sicheren Seite.“

Heißt das, dass Lebensmittel mit Vitamin K verboten sind?
Nein, das galt früher. Da hieß es noch: keine Lebensmittel mit hohem Vitamin-K-Gehalt, wie zum Beispiel Spinat. Heute wissen wir, dass Menschen mit Gerinnungshemmung diese Lebensmittel durchaus essen dürfen. Nur eben nicht in rauen Mengen. Wer möglichst ausgeglichen isst, und Extreme vermeidet, ist auf der sicheren Seite.

Wie sieht es mit Alkohol, Kräutern und Gewürzen aus?
Größere Mengen Alkohol können die Blutgerinnung beeinflussen, aber bei einem Glas Wein zum Essen muss sich keiner Sorgen machen. Es gibt auch eine Reihe von Heilpflanzen, die einen Einfluss auf die Blutgerinnung haben können. Zu ihnen gehört zum Beispiel Umckaloabo, ein afrikanischer Wurzelauszug, der bei Bronchitis eingesetzt wird. Auch den Fettsäuren von Fischöl, den Inhaltstoffen von Papaya und Ingwer sowie hohen Dosen Calcium, Vitamin A und E wird ein Einfluss auf die Blutgerinnung nachgesagt.

Das heißt, dass sich Gerinnungshemmung und Genuss nicht ausschließen?
Ja, wie gesagt, sollten Betroffene lediglich auf Ausgewogenheit achten. Eine plötzliche und radikale Umstellung von wenig Gemüse auf eine streng vegetarische oder vegane Kost ist zum Beispiel nicht ratsam. Auch sollten bei Gerichten nicht unbedingt zwei Vitamin-K-reiche Zutaten aufeinander treffen. Mit dem Austausch eines Lebensmittels kann man das Gericht aber ganz einfach optimieren.

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