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Fragen an Dr. med. Christoph Sucker

Gerinnungs-Selbstmanager reisen besser

Der Facharzt für Transfusionsmedizin und Innere Medizin Dr. med. Christoph Sucker hat viel Erfahrung in der Betreuung von Patienten mit Gerinnungshemmung. Er leitet das LaboMed Gerinnungszentrum in Berlin und hat zahlreiche wissenschaftliche Artikel zum Thema Gerinnungshemmung publiziert.

Reisen und Gerinnungshemmung – kann das zusammenpassen?
Auf jeden Fall! Allerdings sollten vor einer Reise einige Fragen mit dem behandelnden Arzt geklärt werden. Zum Beispiel: Gibt es Bedenken hinsichtlich der klimatischen Bedingungen? Ist im Fall der Fälle eine adäquate medizinische Behandlung gewährleistet? Wird eine Reiseprophylaxe benötigt? Denn manche Impfungen und vorbeugende Medikamente, wie zum Beispiel Malaria-Präparate, können einen Einfluss auf die Blutgerinnung haben.

„Mit ein bisschen Vorbereitung steht einem entspannten Urlaub nichts im Wege.“

Was sollte immer mit ins Reisegepäck?
Zunächst natürlich alle Medikamente in ausreichender Menge, dann der Gerinnungsausweis und gegebenenfalls der aktuellste Arztbrief. Wenn die Patienten ihren Gerinnungswert selbst messen, gehören natürlich Messgerät und Zubehör ins Gepäck. Und zwar nicht in den Koffer, sondern ins Handgepäck. Damit ist man auch auf der sicheren Seite, wenn mal etwas beim Verladen am Flughafen schiefgeht.

Gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen Reisen und Blutgerinnung?
Das ist nicht eindeutig zu beantworten und kommt immer auf die Art der Reise an. So können zum Beispiel das Essen und das Klima sehr wohl einen Einfluss haben. Viele Menschen bewegen sich auch anders im Urlaub – manche sind aktiv und machen mehr Sport, andere dösen eher in der Hängematte. Diese Abweichungen vom üblichen Lebensstil können einen Einfluss haben, müssen aber nicht.

Sollten Patienten während der Reise ihren Gerinnungswert häufiger messen?
Ja, aus den eben genannten Gründen. Ein kleiner Pieks in den Finger ist für einen Gerinnungs-Selbstmanager kein großer Aufwand, bringt aber enorm viel Sicherheit. So lernen Patienten auch, wie ihr Körper auf die Veränderungen, die eine Reise mit sich bringt, reagiert und können ihre Medikamentendosis selbständig anpassen. Das bedarf zwar etwas Routine – diese haben die Patienten in der Regel aber schon zu Hause erworben. Bei dramatischen Veränderungen des Gerinnungswerts sollte allerdings immer ein Arzt vor Ort aufgesucht werden.

Gibt es etwas, was Sie Menschen beim Reisen mit auf dem Weg geben möchten?
Ja, genießen Sie Ihre Reise! Eine Luftveränderung ist enorm wichtig, um einmal richtig auszuspannen. Das gilt natürlich auch für Menschen mit Gerinnungshemmung. Diese müssen sich zwar etwas besser vorbereiten, aber dann steht einem entspannten Urlaub nichts mehr im Wege.

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