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Richtig trainieren

Auf die eigenen Grenzen achten

Der Diplom-Sportlehrer und Sporttherapeut Uwe Schwan ist Leiter der Sporttherapie-Rehaklinik Königstuhl in Heidelberg und hat einen Lehrauftrag am Karlsruher Institut für Sportwissenschaft. Einer seiner Schwerpunkte liegt in der Betreuung von Herzkreislauf-Patienten und Patienten mit Herzklappenersatz.

Kann man mit blutverdünnenden Medikamenten überhaupt Sport treiben?
Sport ist für Menschen mit Gerinnungshemmung genauso wichtig wie für alle anderen chronisch Kranken. Die Wahl der Sportart sollte sowohl auf die aktuelle Leistungsfähigkeit als auch die Grunderkrankung des Patienten abgestimmt sein. Bei Menschen mit Vorhofflimmern gelten beispielsweise andere Kriterien als bei einer künstlichen Herzklappe. Deshalb ist es ratsam, mit seinem Arzt und Sporttherapeuten zu sprechen, bevor das Training begonnen wird.

„Meine Empfehlung: schließen Sie sich einer Herzsportgruppe an.“

Gibt es Sportarten, die nicht in Frage kommen?
Menschen, die Blutverdünner einnehmen, sollten wegen der erhöhten Blutungsgefahr Sportarten mit einem erhöhten Sturz- oder Unfallrisiko vermeiden. Das Unfallrisiko beim Sport ist jedoch individuell unterschiedlich. Es kommt dabei auf die jeweilige sportliche Erfahrung und Konstitution des Patienten an.

Was ist bei Thrombophilie (z. B Thrombose und Embolie) zu beachten?
Nach einer Thrombose sollten Patienten auf jeden Fall auch während des Sports Thrombosestrümpfe tragen und immer ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Außerdem ist es wichtig, Belastungen zu vermeiden, die mit hohen Blutdruckspitzen einhergehen. Wenn es während des Trainings zu einem „Pumpgefühl“ im Bein kommt oder das Bein anschwillt, heißt es: pausieren und das Bein hochlegen. Vorsicht gilt außerdem bei Massagen, Sauna, heißen Bädern und bei Langzeitflügen.

Was ist nach dem Einsetzen einer künstlichen Herzklappe beim Sport zu beachten?
Bevor Patienten das Training beginnen, sollten sie Rücksprache mit ihrem Kardiologen halten. Er überprüft den Funktionszustand des Herzmuskels und stellt so die individuelle Belastbarkeit fest. Bei Veränderungen wie einem geschwächten Herzen, vergrößerten Herzhöhlen oder nach einer Herzoperation kann die körperliche Belastbarkeit – insbesondere die des Brustkorbes – eingeschränkt sein. Nach Herzoperationen sollten Patienten generell acht Wochen nach Eingriff auf Wasseraufenthalte und Sportarten mit Schnellkraftbelastungen und hohem Druck auf die Arm- und Schultermuskulatur (z. B. Tennis, Squash, Surfen, Klettern, usw.) verzichten.

Wie trainiert man richtig bei Vorhofflimmern?
Meine Empfehlung geht hier eindeutig in Richtung Ausdauersport. Außerdem sind regelmäßige Aktivitäten (3-4mal pro Woche) einem punktuellen und intensiven Training (über 70% der maximalen Leistungsfähigkeit in Watt) vorzuziehen. Patienten sollten im Zweifelsfall die Sportart und die mögliche Belastungsintensität mit ihrem Arzt abklären.

Was bedeutet Ihnen die Arbeit mit Menschen mit Gerinnungshemmung?
Ich hatte das große Glück, die Anfänge des Gerinnungs-Selbstmanagements an unserer Klinik in Bad Berleburg mit zu verfolgen. Wir haben zum Beispiel viele Herzklappen-Patienten über mehrere Jahre kardiologisch und sporttherapeutisch begleitet. Diese Patienten profitieren enorm von dem Training, was sich an den vielen positiven Rückmeldungen zeigt. Das hat mich sehr motiviert, auch weiter auf diesem Gebiet zu arbeiten.

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