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Sport und Gerinnungshemmung

Sport bei Gerinnungshemmung

Unbedingt, wenn dabei einige Faktoren beachtet werden.

Für viele Menschen ist Sport fester Bestandteil ihres Alltags. Was sie motiviert, sind nicht nur die positiven Effekte des Trainings auf ihren Körper – sie fühlen sich auch seelisch ausgeglichener. Sport tut einfach gut. Das gilt auch für Menschen, die aufgrund einer Erkrankung dauerhaft gerinnungshemmende Medikamente aus der Gruppe der Vitamin-K-Antagonisten einnehmen müssen. Zwar gibt es hier einige Faktoren zu beachten, doch sind die Einschränkungen geringer als viele glauben. Vor allem dann, wenn Patienten ihren Gerinnungswert selbstständig kontrollieren.
Empfehlenswert ist regelmäßiges Ausdauertraining, wie Walken, Joggen oder Radfahren. Es regt das Herz-Kreislaufsystem an und verbessert so die Durchblutung im gesamten Organismus. Außerdem hat es eine regulierende Wirkung auf den Blutdruck, verbessert das Körpergefühl sowie die Balance und Trittsicherheit.
Patienten, die Vitamin-K-Antagonisten einnehmen, sollten wegen der erhöhten Blutungsneigung Sportarten mit geringer Verletzungsgefahr ausüben. Welcher Sport im Einzelfall geeignet ist, hängt von der jeweiligen körperlichen Verfassung des Patienten ab. Daneben spielt auch die Grunderkrankung eine Rolle, welche die Einnahme von Vitamin-K-Antagonisten erforderlich macht. Ein ansonsten gesunder Patient, der wegen Vorhofflimmerns eine Antikoagulation (medikamentöse Gerinnungshemmung) benötigt, hat andere Belastungsgrenzen als jemand, der gerade eine künstliche Herzklappe bekommen hat. Das erklärt auch, warum der beste Ratgeber bezüglich geeigneter Sportarten der behandelnde Arzt ist, kennt er doch alle Faktoren, die für eine Einschätzung einbezogen werden müssen.

Sport ist nicht gleich Sport
Unter den Ausdauersportarten nimmt Nordic Walking eine besondere Rolle ein. Es ist leicht erlernbar, kann sehr individuell mit unterschiedlicher Intensität durchgeführt werden und trainiert den ganzen Körper. Ein weiteres Plus von Nordic Walking: Es findet im Freien statt und sorgt nicht nur durch das Muskeltraining, sondern auch durch viel frische Luft für eine erhöhte Sauerstoffzufuhr. 
Doch gilt auch bei diesen sanften Ausdauersportarten gerade für Ungeübte: Langsam beginnen und das Tempo in kleinen Schritten steigern. Wichtig ist es außerdem, möglichst genau auf die Reaktionen des eigenen Körpers zu achten, um sich nicht zu überfordern. Eine Orientierung geben dabei folgende zwei Faustregeln: Immer nur so weit belasten, dass eine Unterhaltung nebenher problemlos möglich ist und bei Schmerzen sofort eine Pause einlegen und einen Arzt aufsuchen.

Aufgepasst bei Krafttraining und Wassersportarten
Zu den Sportarten, bei denen Vorsicht geboten ist, zählen auch Schwimmen und Kraft- bzw. Gerätetraining. Diese Sportarten üben einen verstärken Druck auf den Brustkorb aus und sind deshalb bei vorausgegangener Herzoperation (z. B. Herzklappenersatz) nur bedingt geeignet. Patienten mit Herzklappenersatz sollten ferner bei Wassersportarten vorsichtig sein, nicht länger als 20 Minuten im Wasser bleiben und immer darauf achten, dass das Wasser weder zu kalt noch zu warm ist (20 bis 36 Grad).
Neben dem erwähnten Herzklappenersatz sind Vorhofflimmern und Thrombophilie (erhöhte Neigung zur Thrombose oder Embolien) die häufigsten Erkrankungen, die eine Gerinnungshemmung erforderlich machen. Patienten mit Vorhofflimmern sollten Belastungsspitzen vermeiden, die mit einer erhöhten Herzfrequenz einhergehen. Für Patienten, die bereits eine Thrombose oder Embolie erlitten haben, ist wegen des durchblutungsfördernden Einflusses Bewegung besonders wichtig. Aber auch hier gilt ein gesundes Maß, und in aller Regel sollten während des Trainings Kompressionsstrümpfe getragen werden.

Der Einfluss von Sport auf die Blutgerinnung
Der INR-Wert ist der gängigste labormedizinische Parameter zur Bestimmung der Blutgerinnung. Er wird vom Arzt im Abstand von vier bis sechs Wochen oder einmal wöchentlich vom Patienten gemessen. Ob Sport einen Einfluss auf den INR-Wert hat, wird immer wieder diskutiert. Genaue wissenschaftliche Erkenntnisse liegen allerdings nicht vor, denn die Studienlage ist bei dieser Frage widersprüchlich. Eine gute Methode, selbst herauszufinden, wie der eigene Körper auf Sport reagiert, ist das häufige Messen des INR-Werts. Dies bietet sich besonders für Menschen an, die ihre Gerinnungswerte selbst kontrollieren.

Sehen Sie dazu auch unsere Checkliste
Die 10 beliebtesten Sportarten: Was ist gut für mein Herz?

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